der VÄTER Blog

lebe deinen Traum!

Vater werden – Dein Weg zum Kind

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 5. Dezember 2021

Ihr aktuelles Buch hat die Bestsellerautorin Nicola Schmidt gemeinsam mit ihrem Partner Klaus Althoff geschrieben und ist mit dem Untertitel ‚Dein Weg zum Kind‘ versehen. Damit stapeln die beiden tief, erstens beschreiben sie eine Vielzahl von Wegen und Möglichkeiten zum Vatersein und zweitens beinhalten diese Pfade auch die gemeinsamen Schritte zum Eltern und Familie werden, in welcher Konstellation auch immer, aber mit der Aussicht auf eine gleichberechtigte und partnerschaftliche Aufteilung von bezahlten und unbezahlten Aufgaben und Arbeiten.

Dass dieser Weg schon lange vor der Geburt anfängt, schreiben die beiden schon im zweiten Absatz des Vorworts: ‚Wie gut sich alle Beteiligten … schon vor der Geburt vorstellen können, eine Familie zu sein, sagt viel darüber aus, wie es später sein wird. Es gilt also, die wichtigen Informationen rechtzeitig zu haben, die Weichen frühzeitig zu stellen und ‚kluge‘ Entscheidungen zu treffen.

Und dafür liefern Schmidt und Althoff auf den folgenden 235 Seiten eine wahre Fülle an Ideen, Wissen, Anregungen und Erfahrungen in einem inhaltlich und grafisch sehr ansprechenden Format.

Das Buch behandelt in drei Kapiteln Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wobei die ersten 9 Monate in sieben Abschnitte aufgeteilt sind. Der siebte beschäftigt sich unter der Überschrift ‚Cool bleiben‘ mit Terminüberschreitung und Übertragung. Innerhalb dieser Anordnung gibt es verschiedene inhaltliche Blöcke, die sich in jedem Abschnitt wiederholen: ‚Das sollten Väter vorher wissen‘, ‚Wissenschaftscheck‘, ‚Übungen‘ und ‚So sieht es aus‘. In letzterem beschreiben Klaus und/ oder Nicola ihre Ansichten zu den zuvor behandelten Themen und geben persönliche Erfahrungen weiter.

Neben diesen großen Blöcken gibt es kleinere Merkposten, die sich direkt an die werdenden Väter richten bzw. Erfahrungen und Fragen von Vätern wiedergeben: ‚Was hättest du gern vorher gewusst?’, ‘You have a new message‘ sind Impulse aus der Perspektive des ungeborenen Kindes. Eine ‚Not to do Liste‘ fasst die Empfehlungen der Autor*innen prägnant zusammen sowie ‚Dein Clan‘. In dieser Rubrik werden Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für die Väter und deren Bedeutung benannt.

Apropos ‚Clan‘, insbesondere Klaus Althoff betont an verschiedenen Stellen seiner Statements immer wieder die Bedeutung einer Vätergruppe in der sich Männer über ihre Anliegen, Ängste und Hoffnungen austauschen können. Vor und auch nach der Geburt: ‚Was aber … ganz wichtig ist, ist der Austausch mit anderen Vätern. Wir Männer reden oft so wenig – vor allem wenig miteinander und über die Dinge, die uns schwerfallen und belasten.‘ Er lädt die Männer deshalb dazu ein ‚Väterbanden‘ zu bilden.

Auch an anderen Stellen greift er auf seine Erfahrungen als Personalentwickler zurück. Der Weg zum Vatersein ist ein Change Prozess. Beim Eltern werden geht es, vor allem im Hinblick auf die Fragen, wer macht was, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang auch um einen Teambuildingprozess bei dem Erfahrungen aus dem Projektmanagement genutzt werden können. Diese Begriffe werden von beiden Autor*innen situationsbezogen und praxisnah mit Inhalten gefüllt und im Managementtraining bewährte Methoden wie der Dialogspaziergang auf den Alltag werdender Eltern übersetzt. Sie betonen immer wieder, wie wichtig die Entwicklung eine geteilten Vorstellung von dem Leben zu Dritt für eine gelingende Vater-, Mutter- und Elternschaft ist.

Neben pädagogischen und biologischen Themen werden aber auch ganz praktische insbesondere für nicht verheiratete Väter bedeutsame Dinge angesprochen: Es ist wichtig, rechtzeitig über eine Vaterschaftsanerkennung und gemeinsame Sorge zu sprechen und die erforderlichen Schritte rechtzeitig in die Wege zu leiten. Das gleiche gilt für Absprachen über Aufteilung der Elternzeit. Entgegen der lange Zeit von der Familienpolitik propagierten 12 plus 2 Regelung betonen Schmidt und Althoff die Bedeutung der frühen Elternzeit des Vaters und treten auch für die ‚Vaterschaftsfreistellung unmittelbar nach der Geburt ein.

Im Kapitel Geburt weisen die beiden zum einen besonders auf die Bedeutung einer Geburtsvorbereitung für Väter hin, diese senke das Risiko für operative Geburtseingriffe. Wohl auch, weil Väter in der Lage sind, unter der Geburt gegebenenfalls ihre Schutzfunktion für die Partnerin wahrzunehmen. Zum anderen thematisieren sie das Risiko einer postpartalen Depression für Väter. Die Zahlen aus den angelsächsischen Ländern weisen eine hohe Bandbreite auf, wohl auch, weil Väter nicht durchgehend auf diese gesundheitliche Belastung gescannt werden. In den deutschsprachigen Ländern wird dieses Phänomen erst allmählich wahr- und ernst genommen. Die umfassende Behandlung des Themas in diesem Band wird dazu sicherlich auch beitragen.

Auch wenn im letzten Abschnitt das Thema Fehlgeburt aus der Perspektive der Väter, die mit dem Thema in der Regel alleingelassen werden, thematisiert wird, eine ganz wichtige Botschaft steckt für mich einige Seiten davor. Es ist die Sache mit der Performanzschere. ‚Es ist nämlich so, dass viele Väter durchaus über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um ihre Kinder liebevoll zu versorgen. Das Problem ist aber oft, dass sie diese Kompetenzen nur unzureichend nutzen. … Klafft die Performanzschere erst einmal auseinander, ist es schwierig, sie wieder zu schließen und die väterlichen Kompetenzen im Alltag einzusetzen.‘ Auch dass ist ein Appell, von Anfang an aktiv dabei zu sein und durch gemeinsames Tun väterliche Kompetenzen zu entwickeln und anzuwenden.

Das Buch von Nicola Schmidt und Klaus Althoff ist für mich nach dem 2005 ebenfalls im Gräfe und Unzer Verlag erschienen ‚Das Papa Handbuch‘ von Robert Richter und Eberhard Schäfer ein zweiter Meilenstein, der den Weg der Väter zu ihren Kindern nicht nur beschreibt, sondern Väter ermutigt, diesen Weg auch zu gehen und die Rolle im Leben ihrer Kinder zu spielen, die diese brauchen.

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Dieses neue Vatergefühl

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 27. November 2021

Es geht um die erforderlichen Weichenstellungen für mehr väterliches Engagement. Katja Gelinsky hat in einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung den roten Faden der Fachtagung der LAG-Väterarbeit in NRW aufgegriffen und notwendige Konsequenzen aufgezeigt.

‚Marco hat in der Corona- Pandemie seine Stelle als Fahrer verloren – und seine Stellung als Ernährer der Familie. Die übernahm seine Frau; sie ist Bürokauffrau. Marco kümmerte sich den ganzen Tag um den zweijährigen Sohn; das Kind erhält in normalen Zeiten Frühförderung. Seine Frau sei nach ihrem anstrengenden Arbeitstag kaputt gewesen, erzählt Marco in einem Interview. „Bis spätabends war ich mit dem Kind beschäftigt.“

Klingt nach einer weiteren der vielen Corona-Stress-Geschichten. Doch dann die Überraschung: „In einer ruhigen Minute, wenn mich keiner sieht, springe ich manchmal noch vor Freude in die Luft“, berichtet Marco. Der Mann mit eckiger Brille im grauen Sweatshirt lächelt vorsichtig, dann ein bisschen mehr: „Dass ich das geschafft habe, was ich immer wollte – ein besserer Vater zu werden, als mein Vater es gewesen ist!“

Andere Väter, deren Corona-Erfahrungen ebenfalls unlängst auf einer Tagung der „Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in NRW“ in Video-Einspielern vorgestellt wurden, äußern sich nicht ganz so enthusiastisch. Aber im Ergebnis stimmten die Männer – Krankenpfleger, Beamte, Handwerker und Architekten – Marco zu: Die Pandemie habe sie zu engagierteren, sensibleren Vätern gemacht. Es ist die Art Erfahrung, wie die Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit sie fördern will; die LAG ist ein Zusammenschluss von etwa einem Dutzend Organisationen und Vereinen, der sich, unterstützt vom Land, dafür einsetzt, dass Väterpolitik stärker als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe wahrgenommen wird. …‘

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‚Für die Trennung kann ich nix und ich mag gerne bei beiden sein‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 25. November 2021

In der Schriftenreihe „ehs-Forschung“ der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs) hat Nina Weimann-Sandig, Professorin für Soziologie und Empirische Sozialforschung an der ehs, die Ergebnisse ihrer explorativen Untersuchung zu Perspektiven von Familienmitgliedern auf das Wechselmodell veröffentlicht.

Das Wechselmodell gehört in Deutschland zu denjenigen Betreuungsmodellen, die als Alternative zum traditionellen Residenzmodell diskutiert werden. Während das Wechselmodell in anderen Ländern bereits rechtlich abgesichert wurde als zu präferierendes Modell nach der Trennung von Eltern, konnte sich Deutschland bislang dazu nicht durchringen. Die Diskussion über das Wechselmodell ist in Deutschland emotional stark aufgeladen und geprägt von den unterschiedlichen Interessen der Lobbyverbände getrenntlebender Väter und Mütter. Um eine Diskussion über elterliche Nachtrennungsfamilien objektiv führen zu können, braucht es deswegen empirisches Datenmaterial. Die vorliegende Studie analysiert die Perspektiven von betroffenen Müttern, Vätern und Kindern auf das Wechselmodell.

Im Koalitionsvertrag der ‚Ampel‘ ist zu diesem Thema zu lesen: „Wir wollen gemeinsam mit den Ländern die Erziehungs-, sowie Trennungs- und Konfliktberatung verbessern und dabei insbesondere das Wechselmodell in den Mittelpunkt stellen.“

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9 von 10 Vätern wollen Elternzeit nehmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 19. November 2021

Fast alle zukünftigen Eltern wollen Elternzeit in Anspruch nehmen und viele wünschen sich bessere Arbeitszeitmodelle. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Unternehmen und Organisationen im Bereich der Familienfreundlichkeit für Mütter und Väter.

Am Freitag hat das Väternetzwerk conpadres in Hamburg die Trendstudie “Zukunft Vereinbarkeit” der Öffentlichkeit vorgestellt. Forsa befragte für die repräsentative Trendstudie zukünftige Eltern nach ihren Plänen und Erwartungen. “Unsere Studienergebnisse zeigen deutlich, dass Männer und Frauen mit Kinderwunsch einen ausgeprägten Wunsch nach mehr Familienbewusstsein haben und erwarten, dass ihre Arbeitgebenden diesem mit passenden neuen Arbeitsmodellen proaktiv begegnen”, fasst der Initiator des Väternetzwerks conpadres, Volker Baisch, die Ergebnisse zusammen. Er warnt außerdem, dass fast zwei Drittel der Befragten ihre Arbeitgebenden wechseln würden, wenn diese nicht auf die Wünsche der Eltern ausreichend eingingen.

Elternzeit für alle

Väter wollen aber nicht nur familienbewusste Angebote. 93 Prozent der befragten zukünftigen Väter planen in Elternzeit zu gehen. Ein Ergebnis, das selbst den erfahrenen Väterspezialisten Baisch überrascht hat. “Wir beobachten schon seit Jahren, dass sich immer mehr Väter eine längere Elternzeit wünschen. Dass jetzt aber 93 Prozent der Väter Elternzeit nehmen wollen und die große Mehrheit sogar mehr als die klassischen zwei Partnerschaftsmonate, hat selbst uns überrascht.”

Vollzeit wird Auslaufmodell

Ein weiteres Ergebnis der Trendstudie ist, dass zukünftige Väter sich die Kindererziehung gleichberechtigter mit ihren Partner:innen teilen wollen. “Wir sehen deutlich, dass die künftigen Väter nicht nur flexibler, sondern auch weniger Stunden arbeiten wollen.” erklärt Baisch “Das ‘New Normal’ wird die 4-Tage-Woche, um Familie und Beruf im Gleichgewicht zu halten” schätzt der Unternehmensberater die Ergebnisse ein. Die Erkenntnisse aus der Studie setzten damit nicht nur in der Wirtschaft ein deutliches Zeichen, so Baisch, sondern seien auch richtungsweisend für die zukünftige Regierung.

Starke Väter bedeuten starke Unternehmen

“Das Land braucht keine neuen Väter, sondern eine neue Personalpolitik, einen modernen Unternehmergeist und eine Politik, die soziale Nachhaltigkeit in der Unternehmenswelt stärkt und fördert,” fasst Volker Baisch die Aufgaben zusammen, die sich aus den Ergebnissen für Arbeitgebenden und Politiker:innen ergeben. “Starke Väter bedeuten in der Folge starke und attraktive Unternehmen für die kommende Elterngeneration.”

Mit der Studie will die gemeinnützige Unternehmensberatung Potentiale für eine zukunftsweisende und gewinnbringende Perspektive für Mütter und Väter aufzeigen und Unternehmen wettbewerbsfähig halten. Laut Baisch sei das Kernproblem nicht nur die ungerechte Lastenverteilung bei der Carearbeit, sondern auch die damit zusammenhängende ungleiche Bezahlung. Der Experte für das Thema “Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Vätern” freut sich über die deutlichen Studienergebnisse: “Denn aus den Ergebnissen können wir konkrete Maßnahmen ableiten und so werden wir gemeinsam mit unseren 30 Mitgliedsunternehmen im Väternetzwerk conpadres den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer chancengerechteren Arbeitswelt beschleunigen.”

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Warum mehr Väter volle Verantwortung zu Hause übernehmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 16. November 2021

Einem Bericht von Pew Research aus dem Jahr 2018 zufolge bleiben in den USA mehr Männer zu Hause, um sich um ihre Familien zu kümmern. In der Vergangenheit haben wirtschaftliche Abschwünge Männer aus dem Erwerbsleben gedrängt und sie in die Rolle des Hausmannes gedrängt. „Je nachdem, wie man es misst, waren auf dem Höhepunkt der Großen Rezession vielleicht zwei Millionen Männer Väter, die zu Hause blieben”, sagt Soziologieprofessor Scott Melzer. “Und wenn wir uns heute die Pandemie ansehen, haben wir eine weitere wirtschaftliche Katastrophe.”

Aber auch die Veränderungen bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen und der Aufstieg von Frauen im Bildungswesen haben die Geschlechterrollen nachhaltig beeinflusst. Im Jahr 2020 stellten Frauen zum ersten Mal mehr als die Hälfte der US-Arbeitskräfte. „Junge Frauen überholen jetzt die jungen Männer bei den Hochschulabschlüssen und vielen Graduiertenabschlüssen”, sagt Kim Parker, Direktorin der Abteilung für soziale Trends am Pew Research Center.

Fünf Väter erzählen CNBC Make It, warum sie sich berufen fühlten, einen der anspruchsvollsten Jobs der Welt zu übernehmen.

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Erziehungskompetenzen stärken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 11. November 2021

Eine Fortbildung zum Trainer von Vater-Kind-Angeboten in 7 Modulen

Zunehmend mehr Väter wollen als aktive und präsente Väter Erziehungsverantwortung wahrnehmen. Neben der Aufgabe, zum Unterhalt der Familie beizutragen, gewinnt die soziale Dimension der Vaterrolle an Bedeutung.

Diese „sanfte Revolution im Vaterschaftskonzept“ hat Folgen. Väter suchen heute nach Spiel- und Gestaltungsräumen um ihre Vaterrolle qualifiziert auszufüllen, sie wollen den Austausch mit anderen Vätern und praktische Anregungen für die Beziehungsgestaltung mit ihrem Kind. Um diese Entwicklung zu unterstützen, suchen Einrichtungen wie Familienzentren und die Familienbildung dringend qualifizierte Trainer und pädagogische Mitarbeiter. Sie sollen in der Lage sein, differenzierte und begleitende Angebote für Väter zu entwickeln und anzuleiten.

Wir suchen Männer, die sich für diese Aufgabe qualifizieren lassen.

Die Fortbildung besteht aus 7 Modulen mit insgesamt 120 Unterrichtseinheiten. Sie sind nur als Einheit zu belegen und bauen aufeinander auf. Die Module von unterschiedlicher Länge umfassen ein- und mehrtägige Blockseminare und Hospitationen sowie die Teilnahme an einem Vater-Kind-Wochenende. Hinzu kommt eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem fortbildungsbezogenen Thema aus dem Arbeitsbereich.

20.2.2022 FORTBILDUNGS-MODUL 1 Einführungsworkshop

  • Konzeption der Fortbildung
  • Die Idee der Vater-Kind-Angebote als konzeptioneller Bestandteil der Elternarbeit und der Arbeit mit Männern
  • Väter und Kinder als Zielgruppe

28.4. – 1.5.2022 FORTBILDUNGS-MODUL 2

  • Mein Bild vom Vatersein
  • Männer- und Väterforschung
  • Familie als System
  • Familienbildung als Grundlage der Arbeit/Ziele und Vorgaben
  • Planungs- und Organisationsmanagement für Vater-Kind-Angebote
  • Kreative Methoden der Vater-Kind-Arbeit
  • Gestaltung von Väterrunden (Themen, Methoden u.s.w)
  • Aufsichtspflicht und weitere rechtliche Aspekte

FORTBILDUNGS-MODUL 3 Praxisseminar

Mitarbeit bei einem Vater-Kind-Wochenende

23.9. – 25.9. 2022 FORTBILDUNGS-MODUL 4

  • Auswertung der Hospitationserfahrung
  • Leitungsverhalten in Bildungsprozessen
  • Gruppendynamische Aspekte bei der Arbeit mit Vätern und Kindern
  • Kommunikations- und Informationsstrukturen bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen
  • Input zum Thema „Gesprächsführung/ Konfliktmanagement“
  • Vorbereitung von Modul 6 (Themenfindung)

15.11.2022 FORTBILDUNGS-MODUL 5

Abendforum zu einem aktuellen Väterthema

FORTBILDUNGS-MODUL 6

Schriftliche Auseinandersetzung mit einem fachspezifischen Thema (Hausarbeit)

16.12. – 18.12.2022 FORTBILDUNGS-MODUL 7

  • Inhaltliche Vorstellung und Präsentation der Hausarbeit
  • thematische Auseinandersetzung mit den aufgegriffenen vorgestellten Themen
  • Zertifikatsübergabe

Das Abschluss Zertifikat wird in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Hochschule RWL, Bochum vergeben.

LEITUNG & ANSPRECHPARTNER
Jürgen Haas
Koordinator der Vater-Kind-Agentur Koordinator Vater-Kind-Bildung in Westfalen
Institut für Kirche & Gesellschaft
Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
j.haas@kircheundgesellschaft.de

Anmeldung
Eine Anmeldemöglichkeit finden Sie hier oder auch hier  MANN_Termine_Anmeldung_2022_RZ

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Wünsche und Wirklichkeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 3. November 2021

Fifty-fifty‘ in der Kinderbetreuung – das wünscht sich mehr als die Hälfte aller Väter hierzulande. In Wirklichkeit teilt sich aber nur ein Viertel von ihnen die Betreuung mit der Mutter. Warum das auch 2021 noch so ist …

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Väter-Boom bei Kinderkrankentagen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 28. Oktober 2021

In diesem Jahr haben sich bundesweit so viele berufstätige Väter für ihren Nachwuchs freigenommen wie noch nie: Wie aktuelle Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, waren es in den ersten sechs Monaten 2021 zu rund 25 Prozent die Männer, die Kinderkrankentage beanspruchten.

Dass die Papas zunehmend intensiver bei der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder mitmischen, ist auch der Corona-Krise geschuldet. Mehr als die Hälfte ihrer Kinderkrankentage mussten KKH-versicherte Väter aufgrund der Pandemie in Anspruch nehmen. Seit Anfang des Jahres ist dies möglich, auch wenn der Nachwuchs nicht krank ist, aber dennoch zu Hause betreut werden muss. Dies war in den vergangenen Monaten beispielsweise bei Corona-bedingten Kita- und Schulschließungen der Fall. Aber auch schon zu Beginn der Krise und in den Jahren zuvor war der Anteil der berufstätigen Männer, die sich für ihren kranken Nachwuchs freinahmen, stetig gestiegen. So lag die Quote im ersten Halbjahr 2020 bereits bei etwas mehr als 22 Prozent. 2019 vor der Pandemie blieben gut 21 Prozent der Familienväter für ihren Nachwuchs zu Hause, 2009 waren es gerade einmal rund 13 Prozent.

Spitzenreiter sind aktuell die Väter aus Hamburg mit einem Anteil von knapp 33 Prozent. Sie lösen die Papas aus Sachsen ab, die derzeit auf dem zweiten Platz rangieren (30,5 Prozent). Es folgen die Väter aus Niedersachsen mit rund 29 Prozent. Sie waren sonst häufig im Mittelfeld zu finden. Auf dem letzten Platz liegen im ersten Halbjahr 2021 die Väter aus Bayern mit knapp 21 Prozent.

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‚Aktive Vaterschaft ist der Trend der jungen Elterngeneration‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 25. Oktober 2021

David Juncke hat an dem gerade erschienen Väterreport mitgewirkt. Bei der Fachtagung der LAG Väterarbeit am 16. November wird er zentrale Ergebnisse präsentieren.

Herr Juncke, welche Botschaft verknüpfen Sie mit dem aktuellen Väterreports?

Vielen Vätern ist es heute wichtig, Zeit mit der Familie zu verbringen und die Familien- und Erwerbsarbeit mit der Mutter partnerschaftlich zu teilen. Die Umsetzung dieser Wünsche wird jedoch zum einen durch äußere Rahmenbedingungen, zum anderen durch die Haltung der Väter selbst erschwert.
Die Covid-19-Pandemie stellte Familien zusätzlich vor Herausforderungen, eröffnete jedoch gleichzeitig Chancen. Prognos untersuchte im Auftrag des Bundesfamilienministeriums die Wünsche der Väter von heute, deren Umsetzungsmöglichkeiten, Chancen und Hürden. Die neue Veröffentlichung ist ein Update und knüpft an die Väterreports vergangener Jahre an.

Was sind zentrale Ergebnisse des Väterreports Update 2021?

Während der Covid-19-Pandemie kümmerten sich viele Väter um die Bildung und Betreuung ihrer Kinder. Die Erfahrungen, die Familien, Politik und Wirtschaft in der Pandemie gemacht haben, können in Zukunft zu einem Treiber dafür werden, dass mehr Eltern partnerschaftlich Familie und Beruf vereinbaren können. Der Väterreport von Prognos untersuchte in diesem Zusammenhang, was sich Väter in Familie und Beruf wünschen und ob sie diese Wünsche inzwischen häufiger umsetzen. Welche Rolle spielen dabei Arbeitgeber oder betriebliche Rahmenbedingungen? Und welche Veränderungen und Chancen brachte die Covid-19-Pandemie mit sich? Hierzu wertete Prognos aktuelle und repräsentative Befragungen und amtliche Datensätze aus.
Betrachtet wurden die Väter aus verschiedenen Perspektiven: in ihrer Rolle in der Familie, im Beruf und in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Eine Sonderstichprobe untersuchte Väter, die heute nicht mehr mit ihren Kindern zusammenleben. Diese Gruppe von Vätern war in der bisherigen wissenschaftlichen Literatur unterrepräsentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich auch für diese Väter das Leitbild von Vaterschaft verändert hat.

Kann die Pandemie auch als Chance für väterliche Engagement betrachtet werden?

Die Ergebnisse zeigen, dass Väter heute ganz andere Rollenbilder, Erziehungsziele und -prinzipien haben als früher und sie haben auch die Chance, diese zu verwirklichen. Viele Väter wollen sich mit den Müttern die Familien- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich teilen – auch nach einer Trennung. Staatliche Leistungen wie Elterngeld und Elternzeit, die von immer mehr Vätern genutzt werden, unterstützen partnerschaftliche Vereinbarkeit. Auch die Unternehmen haben erkannt, dass sie ihr Angebot betrieblicher Personalpolitik auch auf Väter ausrichten müssen, um Vorteile bei der Mitarbeiterbindung und -gewinnung zu haben.
In der Pandemie kam es zeitweise zu einer unfreiwilligen Reduzierung der Erwerbstätigkeit von Vätern. Über flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice und Arbeitszeitreduzierung konnte ein Teil der Väter erstmals erproben, wie ein partnerschaftliches Familienmodell im Familienalltag funktioniert. Auch Unternehmen zeigten sich in den Hochphasen der Pandemie aufgeschlossen und unterstützen Familien durch eine innovative Vereinbarkeitspolitik.

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Sachbearbeitung Jungen*- und Männer*arbeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 22. Oktober 2021

Im Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung ist eine Stelle im Rahmen des städtischen Diversitymanagements mit dem Schwerpunkt Jungen*- und Männer*arbeit zu besetzen. Diese Stelle wirkt sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch in die Stadtgesellschaft hinein. 

Ihre Aufgaben u.a.:

  • Verankerung einer gendersensiblen Jungen*- und Männer*perspektive als Querschnittsaufgabe in der kommunalen Gleichstellungsarbeit
  • Vernetzung mit Akteur*innen der Jungen*- und Männer*arbeit auf kommunaler und regionaler Ebene
  • Förderung der Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf und Stärkung von Männern* in ihrer Rolle als Fürsorgende
  • Beratung von Beschäftigten und Bürger*innen
  • Entwicklung und Umsetzung von Projekten, Veranstaltungen und Schulungen
  • Mitwirkung an Stellenbesetzungsverfahren.

Ihr Profil:

  • abgeschlossenes Bachelorstudium (Soziale Arbeit/Sozialpädagogik/Sozialwissenschaften/Gender Studies/Diversity Studies/Psychologie) oder vergleichbare Qualifikation
  • berufliche Erfahrung und fachliche Kompetenz im Bereich der Jungen*- und Männer*arbeit
  • Erfahrungen in der Projekt- und Netzwerkarbeit und in der Arbeit mit Multiplikator*innen
  • persönliche und theoretische Auseinandersetzung mit Gleichstellung, Diversity und Intersektionalität sowie biografischer Bezug zur Gleichstellungsarbeit
  • sicheres Auftreten, analytisches und strategisches Denken sowie hohe Kommunikationskompetenz und gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit
  • selbstständiges und strukturiertes Arbeiten, Flexibilität in der Arbeitszeit-gestaltung sowie hohe Belastbarkeit.

Was Sie sonst noch wissen sollten:

Die Einstellung erfolgt unbefristet im Arbeitsverhältnis zu den Bedingungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (EG 12 TVöD)

Die Stadtverwaltung Düsseldorf verfolgt offensiv das Ziel zur beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Als moderne Landeshauptstadt setzen wir auf qualifizierte Bewerber*innen, um gegenwärtig und in Zukunft einen ausgewogenen Anteil von Frauen und Männern in unserer Verwaltung sicherzustellen. Wir wollen weibliche und männliche Fachkräfte gleichermaßen ansprechen und ermutigen sich zu bewerben.

Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt die berufliche Integration nach dem SGB IX ernst. Bewerbungen von Schwerbehinderten und Gleichgestellten werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. 

Bewerbungsfrist und Kontakt:

Bitte bewerben Sie sich online bis zum 04.11.2021  über den Button „Jetzt bewerben“. Bei Rückfragen bitten wir um Angabe der Kennziffer 01/02/02/21/01.

Ansprechpartner/in: Silke Bräuer, Telefon (0211) 89-21 225,
Moskauer Straße 27, Zimmer 515.

Quelle

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